Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems in Baden-Württemberg


Menschen werden nicht gerne in Schubladen sortiert. Genau das passiert aber in einem dreigliedrigen Schulsystem

Das dreigliedrige Schulsystem:

Unter dem Begriff "dreigliedriges Schulsystem" versteht man allgemein das System der allgemeinbildenden weiterführenden Schulen in der BRD. Die Schulformen der Hauptschule, Realschule und Gymnasium sind sozusagen eine Gesamtschule und sind darin integriert. Die Hauptschule soll nach dem dreigliedrigen Schulsystem nun ganz abgeschafft werden. Es soll dagegen eine Einheitsschule eingeführt werden.

Nach Ansicht von Hans-Werner Sinn, Präsident für Wirtschaftsforschung in München, soll das dreigliedrige Schulsystem mit schuld an der hohen Arbeitslosenquote sein. Nach UNICEF werden viele Kinder oft zu früh und in falsche Schulen geschickt.

Geschichtlicher Hintergrund:

In Mittel- und Westeuropa gab es im Mittelalter und in der Renaissance zwei Schultypen: Die Elementarschule und die Lateinschule. Die Elementarschule kam der heutigen Grundschule gleich, wo man lediglich Rechnen, Schreiben und Lesen lernte. Die Lateinschule bereitete die Schüler auf ein Studium oder den kirchlichen Werdegang vor. Der größte Teil der Bevölkerung war Analphabeten. Erst in der Aufklärungszeit wurde aus der Lateinschule ein Gymnasium. 1717 wurde in Preußen die Schulpflicht eingeführt.

Forderung der Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems:

1000 Schulleiter fordern in Baden-Würtemberg das Ende des dreigliedrigen Schulsystems. Sie finden es pädagogisch nicht gleichwertig, wenn man die Schüler schon so früh einstuft. Kultusminister Rau wurde deswegen bereits mehrfach angegriffen. Viele Bürger finden das dreigliedrige Schulsystem erzkonservativ und inhuman, denn Hauptschüler haben nur eine geringe Chance, etwas im Berufsleben zu erreichen. Die schulische Integration würde demnach eine geringere Ausgrenzung der "schwächeren" Schüler zur Folge haben. Aggression und Schulerfolg hängen oft unmittelbar zusammen. Das Gewaltverhalten eines Schülers hängt also von seinen Noten in der Schule ab. Der Schüler wird sozusagen klassifiziert. Ungleichheit und Abweichung von Normen lassen den Schülern ziemlich rasch in dem heutigen Schulsystem degradieren. Mit dem neuen Schulsystem jedoch könnten solche Probleme behoben werden. Hinzu kommt die niedrigere Lebenserwartung von Kindern aus Arbeiterfamilien. Hätten diese Kinder eine Chancengleichheit, dann hätten sie dementsprechend eine höhere Lebenserwartung. Die wesentlichen Ungleichheiten im Bildungssystem sind Merkmale für die typische Klassengesellschaft.

Soziale Hintergünde:

Zu den sozialen Hintergründen zählen beispielsweise Ghettoviertel, Migrationshintergrund, der Familienhintergrund, sprachlicher Hintergrund und, ob die Mutter alleinerziehend ist. Auch der Erziehungsprozess eines Kindes hängt davon ab, ob es auf eine "höhere" Schule kommt. Ebenso das Sozialverhalten.

Hamburg und Baden-Württemberg: Ein Vergleich der Schulsysteme


Die Diskussion zur deutschen Bildungspolitik entstand in den 1960er Jahren und hat bis heute Bestand. Damals forderte der Soziologe Ralf Dahrendorf massive Veränderungen innerhalb des deutschen Bildungssystems und doch hat sich bis heute kaum etwas getan.

In der Bundesrepublik ist auch heute noch das dreigliedrige Schulsystem in den meisten Bundesländern aktiv, so auch in Baden-Württemberg. Nach dem Abschluss der Grundschule, welche in der Regel vier Jahre lang dauert, wird dem Schüler eine Empfehlung für eine weiterführende Schulform gegeben. Je nach der Leistungseinschätzung der Grundschullehrer besucht der Schüler danach entweder das Gymnasium, die Real-, oder die Hauptschule. Während das Gymnasium für die stärksten Schüler ausgelegt ist und auf die Hochschulreife ausbildet, erwirbt der Realschüler nach der zehnten Klasse den mittlere Bildungsabschluss. Um diesen zu erreichen, muss der Hauptschüler nach der vollendeter Schulausbildung einige Jahre in einer weiterführenden Ausbildung in Verbindung mit dem Besuch einer Berufsschule verbringen. Über mehrere Umwege und einigen Jahren Extrazeit kann so auch noch ein Hauptschüler sein Abitur absolvieren. Das Leistungsspektrum ragt von der Note Eins bis zur Note Sechs. In der durchaus umstrittenen PISA-Studie schneidet das Bundesland Baden-Württemberg in der Regel überdurchschnittlich gut ab.

Das von der SPD regierte Hamburg hingegen setzt bei Schulbildung auf das Prinzip des gemeinsamen Lernens. Seit 2010 existieren nur noch zwei Säulen im Schulsystem: Das altbekannte Gymnasium und die neuen sogenannten Stadtteilschulen. Letztere entsprechen in etwa den Gesamt- und Gemeinschaftsschulen, die aus anderen Bundesländern bekannt sind. Die Stadtteilschulen umfasst Schüler aller Leistungsniveaus. Mit der Idee des gemeinsamen Lernens soll erreicht werden, dass die stärkeren Schüler als Tutoren für die anderen Schüler agieren sollen. Neben mehr Bildungsgerechtigkeit solle dies in der Theorie auch zu besseren Leistungen aller Schüler führen. Dies ist jedoch in der Bildungspolitik und in Fachkreisen umstritten. Für die Bürgerschaft liegen der Öffentlichkeit auch keine separaten Ergebnisse der PISA-Studie vor, welches das Abschneiden der Hamburger Schüler darstellt.

Die Chemie zählt für viele Schüler mit Sicherheit zu den unbeliebtesten Fächern. Für die Bewertung und Einstufung sind die Naturwissenschaften nach wie vor unverzichtbar.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern, setzt Hamburg auch auf ein anderes Benotungssystem innerhalb der Stadtteilschulen. Grundsätzlich gibt es nur noch die grundlegenden Noten und die erweiterten Noten. Letztere müssen zum Ende der Mittelstufe erreicht werden, damit der Schüler die Ausbildung zur Hochschulreife antreten kann. Beide Noten sind wiederum in ein Subsystem aufgeteilt, welches die Leistungen des Schülers differenzierter aufzeigen kann. Wenn man die Noten der Stadtteilschulen in das altbekannte Notensystem zurückführt, wird die erreichte Leistung auf Gymnasialniveau anders bewertet als auf dem der Real- oder Hauptschule. Das Gymnasium in Hamburg ist grundlegend identisch zu den anderen Gymnasien in Deutschland.

Durch den im Grundgesetz verankerten Föderalismus in Deutschland ist die Schulpolitik zum Spielball der jeweiligen landespolitischen Regierungen geworden. Je nach den regierenden Parteien wird das Schulsystem den politischen Ideologien angepasst. Während die linksorientierten Parteien wie in Hamburg auf eine Breitenförderung und Bildungsgerechtigkeit setzen, wird den anderen Parteien ein Fokus auf die Elitenförderung zu Lasten der förderungsbedürftigen Schüler und ein Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem nachgesagt. Ansätze dieser Klischees lassen sich in vielen deutschen Bundesländern erkennen.

Vergleiche und Leistungsüberprüfungen zwischen den Ländern sind dabei nur wenig transparent, da die Ergebnisse nur repräsentativ sind. Außerdem liegen demografische Strukturunterschiede vor, welches die Resultate weiter verzerrt. Daher ist es auch im Vergleich zwischen Hamburg und Baden-Württemberg nur sehr schwer zu sagen und gleichzeitig politisch motiviert, welches Schulsystem nun das bessere und erfolgreichere ist.

Förderung von Grundschülern in Baden-Württemberg


Das Land Baden-Württemberg steht in Sachen Förderung von Grundschschülern vielen Bundesländern weit voraus. Baden-Württemberg ist ein Bundesland, welches Kinder und Familien Willkommen heißt. Hier soll sich jeder wohl fühlen, hier soll jeder gefördert werden, damit jeder die gleiche Chance erhält. Egal, ob nun aus einer Lernstarken oder schwachen Familie. Egal, ob Hochbegabt oder Lernschwach, Deutsch oder Migrant - in Baden-Württemberg erhält jedes Kind eine Chance auf eine gute und geförderte Bildung. Schon vor Beginn der Grundschule werden die "Kleinen" im Kindergarten durch eine gut funktionierende Kooperation zwischen Kindergarten und Schule auf den nächsten Schritt, den Beginn der Grundschule vorbereitet.

Auch bieten immer mehr Grundschulen eine Betreung nach dem Unterricht an, wo die Kinder ihre Hausaufgaben machen können, Gemeinschaft und den sozialen Umgang mit anderen Kindern vertiefen können. Ganztagsschulen sollen immer mehr ausgebaut werden.

Auch pädagogische Assistenten helfen den Lehrkräften während des Unterrichts, Kinder zu fürdern. Kinder, die von Anfang an eine gewisse Angst oder Druck vor der Schule haben, werden es immer schwer haben, im Deutschen Schulsystem zu überleben. Spielerisch und mit Spaß lernen lautet hier das Motto an den Grundschulen in Baden Württemberg. Kindern die Angst vor der Schule nehmen, Interesse an der Schule gewinnen und vor allem bei schlechten Noten oder Zeugnissen ohne Angst nach Hause zu gehen. Aber nicht nur schwache Kinder werden gefördert, auch für spezielle Begabungen gibt es verschiedene Grundschulen.

Ist Ihr Kind eher musikalisch oder sportlich, so informieren Sie sich in Ihrer Stadt über die Möglichkeit einer sportlich orientierten Grundschule und so weiter. Hier geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit der schulischen Entwicklung, die es braucht. Für besonders hochbegabte Kinder bietet das Bundesland Kinderakademien an. Hierbei ist Baden-Württemberg das führende Land der Menge an solchen Akademien und es sollen noch weitere Kinder Universitäten entstehen. Eine sogenannte Kinderakademie ermöglicht es hochbegabten Kindern an bestimmten Tagen, meist Samstags, oder in den Ferien sich ihrer Hochbegabung weiter hin zu geben, diese zu fördern. Außer der Anfahrtskosten und eventueller Materialkosten sind diese Akademien kostenlos.

Hierüber können Sie sich an Ihren Schulen oder bei der jeweiligen Stadt über Angebote in Ihrer Nähe erkundigen. Eine rechtzeitige Anmeldung ist erforderlich, da die Nachfrage immer größer wird. Auch andere Bundesländer bieten immer mehr Förderangebote für Kinder an, allerdings fehlen leider häufig die Gelder und Ambitionen der einzelnen Kommunen ein solches Projekt auszuweiten Außer den hier aufgeführten Angeboten gibt es noch vieles mehr was Kindern und Familien in Baden-Württemberg angeboten wird. Hierzu kann sich jeder bei der Schule oder Stadt in der er wohnt erkundigen. Fakt ist, das Baden-Württemberg stolz auf das bestehende und immer wieder auf den Neuesten Stand gebracht werdende System sein und manches Bundesland kann sich hier eine kinderfreundliche Scheibe abschneiden.

Finanzierungsmöglichkeiten für Studenten in Hamburg und Baden-Württemberg


Viele verlassen nach der Schule und Baden-Württemberg, um woanders ihr Glück zu finden. Besonders beliebt ist Hamburg. Doch ein Studium kostet Geld. Damit die Investition in die Zukunft möglich ist und nicht zur quälenden Belastung wird, gibt es dazu Finanzierungsmöglichkeiten.

Studieren in Hamburg

Stipendien

Ansprechpartner für eine Studien-Finanzierungsberatung, die auch eine Stipendien-Beratung enthält, ist das Beratungszentrum Studien-Finanzierung, auch BeSt, in Hamburg. Termine sind telefonisch zu vereinbaren und die Beratung findet im Einzelgespräch statt. Stipendien können gewährt werden aus staatlichen Quellen. Diese können sein: die Begabtenförderung, die Deutschland-Förderung oder das Aufstiegs-Stipendium. Nichtstaatliche Quellen stehen ebenfalls zur Verfügung.

Jobben

doit-kongress stellt Studentenjobs aus Hamburg in drei Kategorien auf seiner Seite ein. Weitere Ausführungen zu Abgaben, Steuern sind dort ebenfalls beschrieben.

Studiengebühren

Die Studiengebühren wurden in Hamburg abgeschafft. Die allgemeinen Verwaltungsgebühren bestehen noch.

Bafög

Beim Bafög handelt es sich um eine Bundesausbildungsförderung. Deshalb gibt es in HH keine abweichenden Bestimmungen oder Antragstellungen. Das Studierendenwerk berät dazu ausführlich.

Einsparungspotentiale bieten in BW und HH das preisgünstige Essen in der Mensa, Wohnen im Studentenheim oder in Wohnanlagen, ermäßigte Tarife für öffentliche Verkehrsmittel und kulturelle Veranstaltungen.

Tip

Der Lebensunterhalt/ Lebensaufwand sollte nicht zu knapp kalkuliert werden. Die Lebenshaltungskosten in BW und HH sind fast identisch. Es kann auch mit der Familie ein

Agreement getroffen werden, dass statt Geschenke zu bestimmten Anlässen hin und wieder ein finanzieller Beitrag geleistet wird. Gute Klausuren öffnen bestimmt gerne das Portemonnaie.

Studieren in Baden-Württemberg

Auf länderspezifische Unterstützungen in BW kann zugegriffen werden:

Stipendien, Jobben, Studiengebühren, Zuschuss durch Eltern und Bafög.

Welche Geldquelle für den Einzelnen infrage kommt, muss individuell betrachtet werden.

Stipendien

Bei den Stipendien gibt es die Möglichkeit der "Leistungsstipendien" und der "weiteren Stipendien". Beide Leistungsarten sind in den Studien-Informationen für BW abrufbar.

Für ein Leistungsstipendium unterstützen private Stiftungen und Förderungswerke begabte junge Menschen in ihrem Studium. Ein Stipendium braucht in der Regel nicht zurückbezahlt werden. Die Höhe und die Vergabe des Stipendiums werden nach unterschiedlichen Kriterien festgelegt

Weitere Stipendien, meist an eine Hochschule gebunden, gibt es unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage und unter Betrachtung der Begabung.

Jobben

Das Studium muss im Vordergrund stehen. Durch einen Job darf es nicht vernachlässigt werden. Deshalb ist sehr sorgfältig abzuwägen, wann und in welcher Form eine Job-Verpflichtung eingegangen wird. Das studentische Hilfswerk, die Praktikumsbörsen oder auch die Personalabteilung der Unternehmen geben dazu Auskunft. An den Schwarzen Brettern in den Hochschulen oder in den Hochschulzeitungen sind die Job-Angebote offeriert.

Bei diesen Einkünften ist zu beachten, dass Bafög- und/oder Kindergeld-Empfänger nur begrenzt hinzuverdienen dürfen. Hierüber gibt das Studentenwerk konkrete Auskünfte.

Studiengebühren

Seit Sommer 2012 werden in BW keine Studiengebühren mehr erhoben. Damit fallen schon mal 500,00 € pro Semester weg. Dafür zahlt das Land BW den Hochschulen einen jährlichen Ausgleich als Qualitätssicherung. Dieser Betrag muss zweckgebunden Verwendung finden und für Bibliotheken, Lehrpersonal und Lernmaterial eingesetzt werden. Die Verwaltungsgebühren von ca. 160,00 € bleiben.

Bafög

Bafög steht jungen Menschen für eine qualifizierte Ausbildung zur Verfügung. Um Bafög zu erhalten, sind einige Voraussetzungen erforderlich. Geprüft werden die Förderungsvoraussetzungen wie die Staatsangehörigkeit, das Alter usw. Zunächst wird geprüft, ob die Ausbildungskosten eventuell durch eigenes Einkommen, eigenes Vermögen oder auch durch das Einkommen der Eltern übernommen werden kann. Detaillierte Informationen geben die Bafög-Ämter der Hochschulen und www.bafög.de.

Eine Alternative zum Bafög und zu Stipendien ist ein

Studien- oder Bildungskredit

Verschiedene Finanzierungsmodelle werden von den Banken angeboten, die einen Teil der Kosten abdecken können. Die Möglichkeiten sollten sorgfältig bedacht und geprüft werden, damit keine Überschuldung eingegangen wird.

Informationen gibt es dazu unter www.l-bank.de, www.kfw-foerderbank.de und www.bildungskredit.de

Von der Schule in den Hörsaal – Wie geht es nach der Schule weiter?


In Deutschland gibt es viele verschiedene Schulsysteme und jedes Bundesland arbeitet mit einer anderen Methode. Dennoch sind sich alle Bundesländer einig, Schüler müssen schon während der Schulzeit auf das Studium vorbereitet werden. Wie im einzelnen sieht aber diese Vorbereitung aus? Nun schon ab der 7. Klasse sprechen Lehrer mit ihren Schülern über Berufe, über Studiengänge, Hochschulen und so weiter. Hier muss sich der/die einzelne Schüler/Schülerin sich so langsam Gedanken darüber machen, welchen Beruf er/sie wählen möchte.

Von kleinen Schulklassen geht es bald in große Hörsäle

Wird man studieren, eine Ausbildung machen, ein duales Studium(studieren und gleichzeitig in einem Betrieb arbeiten ), eine Hoch oder Fachschule besuchen. Welches Berufsziel wird angestrebt. In der Regel führen alle Bundesländer in der 8. Klasse ein Praktikum über 3 Wochen durch, wo der Schüler/ die Schülerin für diese Zeit in einen Betrieb geht, um sich diesen genauer anzusehen.

Für einige fällt nach einem solchen Praktikum sogar schon die Berufswahl oder die Wahl eines Studienganges. Mittlerweile gibt es auch Universitäten, die Praktika oder Ferien "Schnupperkurse" anbieten. Hierzu muss man sich privat oder über die Schule an der entsprechenden Universität bewerben und hoffen, genommen zu werden. Leider kommt es immer wieder vor , das vorwiegend gute und sehr gute Schüler/ Schülerinnen genommen werden. An vielen Universitäten und Hochschulen werden mittlerweile Vorpraktika angeboten oder sind teilweise sogar schon Pflicht, ohne die man sich gar nicht erst an der gewünschten Hochschule, Universität bewerben kann.

Nach der 8. Klasse, der ersten Praktika, werden die Schüler und Schülerinnen dann weitere Informationstage erfahren, in denen Universitäten vorgestellt werden, Adressen genannt werden, wo welcher Studiengang angeboten wird und welche Bundesländer Studiengebühren nehmen oder nicht. Allerdings kann man häufig nicht viele Bundesländer für sein Studiengang wählen oder muss sich auf weiter entfernte Universitäten einlassen. Dies alles wird in den verschiedenen Schulen der Bundesländern unterschiedlich gehandelt.

Wichtig aber ist an allen Schulen, das Schüler und Schülerinnen sich bis zu Beginn der Oberstufe für einen Studienweg entschieden haben, damit sie sich die letzten Schuljahre intensiv auf die Fächer ihrer Begabung und ihres Studienganges konzentrieren können. In Baden-Württemberg zum Beispiel können demnächst studierende als Gasthörer an den Universitäten und Hochschulen sich auf das kommende Studium vorbereiten. Sie müssen sich hierfür nicht an einer Universität einschreiben, sondern nur zu bestimmten Terminen anmelden.

Die Termine werden rechtzeitig von den Universitäten bekannt gegeben. Auch fördern Schulen die baldigen Studenten in den Fächern und trainieren genau die Stärken, die der Schüler, die Schülerin hat. Allerdings wird dieses Training noch nicht an allen Schulen durch geführt und ist durchaus ausbaufähig. Auch zukünftige Studenten aus anderen Bundesländern können sich in Baden-Württemberg als Gasthörer anmelden. Bei diesem Gastsemester kann der baldige Student sein Schulwissen auffrischen und vertiefen, es werden Arbeitsgruppen, die klein gehalten werden, angeboten und man kann sich so optimal auf den baldigen Studien Beginn vorbereiten.

Die Termine werden rechtzeitig von den Universitäten bekannt gegeben. Auch fördern Schulen die baldigen Studenten in den Fächern und trainieren genau die Stärken, die der Schüler, die Schülerin hat. Allerdings wird dieses Training noch nicht an allen Schulen durch geführt und ist durchaus ausbaufähig. Auch zukünftige Studenten aus anderen Bundesländern können sich in Baden-Württemberg als Gasthörer anmelden. Bei diesem Gastsemester kann der baldige Student sein Schulwissen auffrischen und vertiefen, es werden Arbeitsgruppen, die klein gehalten werden, angeboten und man kann sich so optimal auf den baldigen Studien Beginn vorbereiten.

Fazit für alle zukünftigen Studenten ist, das die Vorbereitung für das kommende Studium schon mit dem Praktikum in der 8. Klasse beginnt und in der Oberstufe ausgebaut wird. Training der Stärken durch vertiefende Fächer statt findet und Infoabende/Tage und Angebote der Universitäten wahr genommen werden. Da es mittlerweile immer mehr Studenten und Studentinnen gibt, sollte man auf jeden Fall ein oder mehrere Universitäten ins Auge fassen und sich nicht auf nur eine Universität oder Hochschule fixieren.

Das Schulsystem in Baden-Württemberg


Das Schulsystem in Baden-Württemberg war in den letzten Jahren schon mehrfach deutlicher Kritik ausgesetzt. Die Strukturen seien zu konservativ, und den Anforderungen der modernen Gesellschaft nicht mehr gewachsen. Doch ist diese Kritik berechtigt? Und was zeichnet das derzeitige Schulsystem in Baden-Württemberg aus?

Die Gasmaske wird ihm nicht viel helfen: Für die Schüler in Baden-Württemberg wird sich einiges ändern

Der Grundsatz ist klar zu verstehen: Im Südwesten Deutschlands herrscht bereits seit langer Zeit ein dreigliedriges Schulsystem vor. Nach dem Abschluss der Grundschule nach der vierten Klasse haben die Schüler die Möglichkeit, eine Hauptschule, Realschule oder ein Gymnasium zu besuchen. Die sogenannte "Grundschulempfehlung", bei der die verantwortliche Lehrkraft der vierten Klasse über die weiteren Möglichkeiten ihrer Schüler entscheidet, wurde bereits vor einigen Jahren abgeschafft. Seither können die Eltern in jedem Fall aus allen drei Schulformen wählen, der Klassenlehrer gibt lediglich seinen Kommentar dazu ab. Diese Entscheidung hat jedoch weitreichende Auswirkungen. Da alle Eltern nur das beste für ihre Zöglinge wollen, werden immer mehr Kinder auf das Gymnasium geschickt, auch wenn sie nicht unbedingt die erforderlichen schulischen Leistungen aufweisen können. Mit Nachhilfeunterricht und langen Schultagen wird nun versucht, die Kinder zum Abitur zu bringen. Seit der Einführung des G8 kann das Abitur bereits in der zwölften Klasse erreicht werden.

Das Konzept des G8 wurde bereits vor zehn Jahren durchgesetzt, und sorgt immer wieder für Streitigkeiten. Im vergangenen Jahr hatten die Schulen die Möglichkeit, sich für das G9 zu bewerben. Seither bieten rund 20 Schulen parallel zum regulären G8-Zug das klassische G9 an. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig, da völlig andere Lehrpläne eingehalten werden müssen. Dennoch können die betroffenen Schulen bereits ein großes Interesse am G9 vermelden. Gleichzeitig können die Hauptschulen des Landes immer weniger Neuanmeldungen verbuchen. Mit der Umwandlung in "Werkrealschulen" wurde versucht dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Nachdem die Hauptschüler in der neunten Klasse ihren Abschluss gemacht haben, kann die Schulzeit um ein weiteres Jahr verlängert werden. In dieser Zeit haben die Schüler die Möglichkeit, die mittlere Reife zu erwerben, welche offiziell gleichwertig mit dem über die Realschule erworbenen Abschluss ist.

Mit der Rot-Grünen Landesregierung stieg auch die Zahl der Gesamtschulen weiter an. Diese machen jedoch noch immer einen verschwindend geringen Teil in der Schullandschaft Baden-Württembergs aus. Mit dem Bestehen der mittleren Reife bieten sich den Schülern viele weitere Möglichkeiten. Auf verschiedensten Wegen haben sie die Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erwerben, und ein Studium zu beginnen. Der beliebteste Weg ist das Berufskolleg. Bis zum Abschluss am Berufskolleg werden die Schüler ein, zwei oder drei Jahre unterrichtet. Mit einem sehr guten Zeugnis besteht auch die Möglichkeit, auf ein technisches oder berufliches Gymnasium zu wechseln. Dort werden die Schüler drei weitere Jahre auf ihrem Weg zum Abitur begleitet.

Das Schulsystem in Baden-Württemberg bietet also den Vorteil, dass sich den Schülern immer wieder neue Wege eröffnen, ihre Schullaufbahn fortzusetzen, und einen besseren Abschluss zu erwerben. Andererseits haben Leute recht, wenn sie sagen, dass dieses System mittlerweile recht angestaubt ist. Reformen lassen sich jedoch hauptsächlich im kleinen Rahmen durchsetzen, da ihre Umsetzung sehr viel Aufwand und Geld kostet.